Axel Wasmann

Philosophie & Werdegang

Axel Wasmann

Als Heilpraktiker für Psychotherapie leite ich eine Praxis für körperorientierte Psychotherapie, Skan Körpertherapie und Paartherapie. Mehr über meine Arbeitsweise und mein Verständnis von Meditation und Spiritualität in einem persönlichen Interview.

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Über mich

Wie bist du zur Körperarbeit gekommen? Was begeistert dich daran?

In meinem Leben haben körperliche Bewegung und Berührung immer eine große Rolle gespielt. Vom Sport in der Kindheit und Jugend kam ich zu den asiatischen Kampfkünsten, zum Yoga und Shiatsu. Da war es für mich naheliegend, dass ich einen psychotherapeutischen Ansatz wähle, der den Körper explizit mit einbezieht. Mein Lehrer für Reichianische Körperarbeit hat oft gesagt: ‚Bevor wir uns hinsetzen und miteinander reden, lasst uns bewegen und atmen.‘ Durch die Körperarbeit bekomme ich einen ganz anderen Blick auf meine eigene Erfahrung, eine tiefere Verbindung zu mir selbst – unmittelbarer, ehrlicher, greifbarer. Dieser direkte Zugang zu unseren Themen über den Körper eröffnet uns die Möglichkeit, uns in einer Tiefe zu begegnen und zu verstehen. Therapie ohne Fühlen bleibt an der Oberfläche. Und zum Fühlen brauchen wir unseren Körper, er ist unser Instrument dafür.

Wie hilft dir der Körper in deiner therapeutischen Arbeit?

Als Therapeut nutze ich meinen Körper als Resonanzraum, um nicht nur kognitiv zu verstehen, sondern auch zu fühlen, was Menschen versuchen in Worte zu fassen. Was sie auch mithilfe der Sprache ihres Körpers, der Stimme, Gestik und Mimik kommunizieren, ist mehr oder weniger deutlich im eigenen Körper spürbar, denn unser Körper geht in Resonanz mit unserem Gegenüber. Menschen die zur Therapie kommen, haben meist einen tiefen Wunsch, wirklich gesehen zu werden und dass wir ihnen dort begegnen, wo sie grade stehen. Im Englischen gibt es dieses schöne Wort attunement. In diesem Sich-Einfühlen und Mitfühlen liegt etwas Heilsames.

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Was macht Meditation mit dir?

Meditation bringt mich in direkten Kontakt mit einer Stille in mir. Diese Stille ist voller Lebendigkeit, Weite und Wärme. Ich könnte aber genauso sagen, dass Meditation mich zu einer Liebe führt, die von Stille und Weite durchdrungen ist. Diese liebevolle weite Stille ist immer da, selbst wenn der Kopf voll ist mit Gedanken. Meditation ist für mich Suche nach dem, was wahrhaftig ist in mir und führt mich immer wieder zu einer liebevollen Intimität mit mir selbst. Sie will nichts verändern, verbessern, kontrollieren, sie empfängt und zeigt mir was ist, nicht was sein sollte. Dieses Willkommen-heißen unserer Erfahrung hat etwas Radikales, es ist befreiend und voller Mitgefühl.

Was bedeutet Spiritualität für dich?

Das ist nicht so einfach zu beantworten, weil Spiritualität so schwer in Worte zu
fassen ist, ohne bei den üblichen Floskeln zu landen. Schon als Kind hatte ich eine vage Ahnung, dass es etwas gibt, was uns Menschen eine außerordentliche Tiefe verleiht. Daraus entstand eine Sehnsucht, die bis heute geblieben ist und die mich inspiriert. Es geht um eine innere Freiheit, die unabhängig ist von äußeren Bedingungen, um eine Liebe, die nicht fordert, dass sie erwidert wird. All dies gilt es in mein Leben zu bringen.

Was fasziniert dich an der Verbindung von Körperpsychotherapie und Spiritualität?

Auf meinem eigenen Weg und in meiner Arbeit entdecke ich immer wieder, dass sich diese beiden Ansätze auf wundervolle Weise gegenseitig bereichern und unterstützen. Die größten Hindernisse auf dem spirituellen Weg sind seelische Konflikte und Verletzungen. Sie binden unsere Energie und fordern zurecht unsere Aufmerksamkeit. Körperpsychotherapie kann uns helfen, diese Dinge zu heilen, so dass wir uns unserem spirituellen Weg mit weniger Ballast und inneren Konflikten zuwenden können. Dann nimmt sie oft an Fahrt auf. Vor allem die Neigung, sich selbst zu verurteilen, macht Meditation mühsam. Psychotherapie hilft uns, ehrlich mit uns zu sein, unser Menschsein mitsamt unserer Unvollkommenheit anzunehmen, statt es insgeheim zu bekämpfen. Sie verringert Spiritual Bypassing, die Neigung, Spiritualität zu benutzen, um vor unangenehmen Erfahrungen zu fliehen. Therapeutische Arbeit erdet unsere Spiritualität.
Andererseits kann der spirituelle Weg für unsere therapeutische Arbeit eine unglaublich kraftvolle Ressource und Unterstützung sein. Wenn wir Zugang zu unserer wahren Natur finden, oder auch nur eine vage Intuition davon haben, kann dies uns tragen und uns zusätzliche Kraft und Vertrauen geben, mit unseren Themen zu arbeiten.

Welchen Grundgedanken würdest du gerne unter die Menschen bringen?

Dinge können heilen, selbst Schmerzen, die uns ein Leben lang begleitet haben, können sich verändern. Es lohnt sich, sich seinen Themen liebevoll zuzuwenden. Denn Glück und Zufriedenheit hängen weniger von äußeren Umständen ab, als wir glauben. Unser innerer Weg, ob psychotherapeutische Arbeit oder spirituelle Praxis, oder beides in Kombination, kann unsere Lebensqualität entscheidend verbessern.

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Was ist dir besonders wichtig in deiner therapeutischen Arbeit?

Dass ich den Menschen, die zu mir kommen, auf Augenhöhe begegne, dass ich authentisch bin als Therapeut und mein Interesse am Gegenüber echt ist und nicht gespielt.

Qualifikationen & Fortbildungen

Zen Shiatsu

  • 3-jährige Ausbildung mit Diplom an der British School of Shiatsu-Do London
  • 1-jähriges Postgraduate Training an der Schule für Shiatsu Hamburg, bei
    Sonia Moriceau, Wataru Ohashi, Saul Goodman und Wilfried Rappenecker.

Körperorientierte Psychotherapie

  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • 4-jährige Ausbildung in Skan Körpertherapie bei Petra Mathes und Loil Neidhöfer
  • 5-jährige Ausbildung in der Leitung von Gruppen in körperorientierter
    Psychotherapie bei Loil Neidhöfer
  • Basis-Modul 1 SEI Dami Charf: Frühe Verletzungen und Entwicklungstrauma erkennen und heilen
  • Basis-Modul 2 SEI Dami Charf: Frühe Verletzungen und Entwicklungstrauma; Integration von frühen Prägungen und Entwicklungsmustern

Paartherapie

  • Einjährige Ausbildung mit Zertifikat in Integrativer Paartherapie ‚Wilder Frieden‘ an der Norddeutschen Paarakademie Hamburg.

Meditation und Spiritualität

  • Regelmäßige Meditationspraxis seit 1991
  • Leitet Meditationsworkshops und Retreats in Deutschland und China seit 2007
  • 9 Jahre als ordinierter buddhistischer Mönch in Klöstern von Ajahn Chah
    www.forestsangha.org
  • 6 Jahre tätig als Meditationslehrer am Max-Planck-Institut für Kognitions-und Neurowissenschaften Berlin Leipzig www.resource-project.org
  • 2 Jahre Leitung von Achtsamkeitsseminaren für BAYER Vital GmbH
  • Absolvent der ‚School for Awakening‘ mit Stephan Bodian
  • Persönliches Mentoring bei Stephan Bodian
  • Langjähriger Schüler von Adyashanti
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Sich selbst in Stille begegnen

Meditation

Meditation ist ein uralter Weg, sich selbst in Stille zu begegnen. In dieser Begegnung wird das Gewahrsein auf die eigene Erfahrung gelenkt, z.B. auf den Atem, auf die Empfindungen im Körper oder auf Gedanken und Gefühle.

Mehr über Meditation
Praxis

Nernstweg 32-34
22765 Hamburg